Die Bedeutung frühkindlicher Sprach- und Leseförderung ist heute unumstritten.
Lebenslanges Lernen beginnt nicht erst in der Schule. Bereits die ersten vier Lebensjahre eines Kindes sind entscheidende Lernphasen - den Kleinen muss die Möglichkeit gegeben werden, ihre Sprachfähigkeit durch kreatives Spielen, Malen und Basteln lustvoll zu entdecken und durch vielfältige Unterstützung weiter zu entwickeln. Die ersten Leseversuche schließlich stellen dabei einen besonders wichtigen Entwicklungsschritt dar.
Kinder im Vorschulalter sind eine sehr sensible Zielgruppe. Um die Angebote zur frühkindlichen Leseförderung wirkungsvoll und langfristig zu etablieren, müssen sie von kompetenten Fachleuten begleitet werden.
Zusammen mit der Kölner Dipl. Bibliothekarin Pamela Barber hat Klaus Adam eine multimediale Veranstaltung für Kinder im Vorschulalter entwickelt, die zum ersten Mal in die Bibliothek kommen.
Natürlich dreht sich dabei alles um Buchstaben, Wörter, Sätze und Geschichten. Lustvoll und spielerisch werden den Kindern Geschichten, Szenen und Lieder zum Mitmachen präsentiert. Klaus Adam ist dabei nur am Rande beteiligt, sozusagen als Netz und doppelter Boden für die/den Bibliothekar/in, die/der eigentliche Hauptakteur/in ist. Erzählend und singend agiert sie/er spielerisch vor dem Publikum und verschafft den kleinen Besuchern so einen äußerst unterhaltsamen und gleichzeitig anregenden Vormittag in der Bücherei, den sie mit Sicherheit nicht so schnell vergessen werden.
Und
so könnte PAPALAPAP ablaufen:
Nach
der Ankunft der Kinder werden sie von der/dem Bibliothekar/in zunächst
mal herumgeführt. Dann geht es los. Nämlich damit, dass
es nicht losgeht... Denn die Bibliothekarin hat ein Problem, sie weiß
den Anfang nicht mehr und es dauert eine Weile, bis er ihr mit
Hilfe der Kinder wieder einfällt: Wer "A" sagt, muss auch
"B" sagen...
Es geht nämlich ums Alphabet. Wieviele Buchstaben gibt es eigentlich?
Natürlich hat die Bibliothekarin zufällig einen Stapel von Buchstaben
dabei, schwarz auf weiß gedruckt und das sieht ziemlich langweilig
aus. Deshalb müssen die Kinder die Buchstaben erstmal bunt malen,
mit Mustern, Gesichter etc. Anschließend werden die Buchstaben
zum Begutachten auf eine Wäscheleine aufgehängt. Doch was ist das?
Da fehlt ja einer! Das "W" ist nicht da! Wo könnte das "W" bloß sein?
Das ist die Gelegenheit, mit den Kindern das Reimen zu üben. Es
gibt nämich ein langes Gedicht, in dem die anderen Buchstaben überlegen,
was mit dem "W" passiert sein könnte... Selbstverständlich taucht
das "W" irgendwann dann doch noch auf.
Anschließend gibt's Musik. Das Lied von den beiden Kölner Pänz
(so nennt die Domstadt ihre Kinder), die in die Stadtbibliothek
gehen und sich ein Buch ausleihen. Das kennen Sie nicht? Können
Sie auch nicht kennen, weil es Klaus Adam extra für die Aktion
gemacht hat. Ganz einfach zu singen und genau so einfach für
die Kinder zum Mitsingen.
Zum Schluss kriegen die Kinder noch eine Geschichte erzählt, und zwar eine
etwas abgewandelte Version des Bilderbuches "Papa, du sollst kommen"
von Rudolf Herfurtner. Die Bilder können sich die Kinder beim Erzählen
entweder als
Dia oder auf A3-Postern betrachten. Die Geschichte des Bilderbuches
ist so aufbereitet, dass sie sich sehr gut zusammen mit den Kindern
erzählen lässt und viel Platz für phantasievolle Ergänzungen
der Kinder bietet.
Natürlich gibt es auch noch weitere Programmpunkte, die man in
die Aktion einbauen könnte. Wie der Ablauf im einzelnen Fall ist,
bestimmt der- oder diejenige, die als Hauptakteure vor den Kindern
stehen. Wichtig ist nur, dass bei allem der Spass und die Lust
am erzählerischen Umgang mit Sprache rüberkommt, damit die Kinder,
wenn sie an dem Tag von den Eltern aus dem Kindergarten abgeholt
werden, strahlend und mit leuchtenden Augen erzählen, wie toll
es in der Bücherei war.